Food and other stories…

Es ist im Moment ziemlich trendy seine Ernährungsgewohnheiten und seine Meinung dazu im Internet zu veröffentlichen, deshalb mache ich das heute auch mal so.

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Ich studiere, wie ihr vielleicht mitbekommen habt, Diätologie und habe daher einen recht wissenschaftlichen Zugang zu Ernährungsthemen, dazu kommt die Leidenschaft und der Genuss von gutem Essen. Es macht mir Spaß mich mit verschiedensten Lebensmitteln auseinanderzusetzen und Neues zu probieren.

Bis vor Kurzem habe ich, wenn auch selten, Fleisch gegessen – nun versuche ich gänzlich darauf zu verzichten. Vegan lebe ich nicht. Manche Menschen würden jetzt sagen “ich bin zu 50 % vegan” oder so einen Blödsinn. Klar gehören vegane Gerichte auch auf meinen Speiseplan, mich deshalb teilweise vegan zu bezeichnen wäre mir noch nicht eingefallen.

Der Vegan-Hype

Erst vor Kurzem war ich bei einem Vortrag über vegane Ernährung bei Claus Leitzmann, einem der renommiertesten deutschen Wissenschaftler und Publizist diverser Bücher zum Thema alternativer Ernährungsformen. Er selbst lebt seit ungefähr 40 Jahren vegetarisch. Laut seinen Erkenntnissen kommt es bei einer vollwertigen & abwechslungsreichen (!) veganen Ernährung über die Jahre “nur” zu einem Vitamin B12 Mangel wenn nicht supplementiert wird. So wie Leitzmann hoffe ich natürlich, dass es nicht nur bei dem Hype bleibt und Menschen sich bewusster über ihr Ernährungsverhalten, besonders beim übermäßigen Konsum von tierischen Produkten, werden.

Milch und Milchprodukte

Ich bin laktoseintolerant und streiche Milchprodukte trotzdem nicht gänzlich von meinem Plan. Warum? Weil für mich eine Ernährung, bei der ich supplementieren muss (bei der veganen Ernährung zB das Vitamin B12) keine gänzlich vollwertige ist. “Die Dosis macht das Gift” hat  auch Paracelsus schon gesagt und so halte ich es in meiner Ernährungweise. Milchprodukte habe ich immer schon recht wenig verzehrt und in diesem geringen Ausmaß merke ich nichts von der Laktoseintoleranz. Da ich aber sowieso Experimentierfreudig bin kommen bei mir sowohl kleine Mengen Milch, also auch Haselnuss-, Mandel-, Hafer-, Soja- und Reismilch auf den Tisch.  Auf das Argument Massentierhaltung möchte ich nur soweit darauf eingehen, dass von den Menschen grundsätzlich einfach viel zu viel tierische Produkte verzehrt werden und es schon ein Schritt wäre, diese (teilweise stark!) zu reduzieren. Weiter möchte ich hier nicht darauf und auf weitere ethische Gründe eingehen.

Warum ich aufgehört habe Fleisch zu essen? Für mich ist es ähnlich wie mit einem Rauchstopp. Nun ja, wenn man jeden Tag hört, dass Rauchen das Risiko für bestimmte Krankheiten erhöht, dann ist man sich als gesunde Person bewusst, dass man damit aufhören sollte. Man muss allerdings auch bereit dazu sein und hier spielen natürlich viele Faktoren mit. Dazu kommt, dass ich generell immer heikel bei Fleisch war und Fisch habe ich sowieso noch nie gemocht.

Lifestyle

Echten Pelz habe ich noch nie getragen und werde ich auch nicht. Der Großteil meiner Beauty Produkte sind vegane (Natur-)Kosmetika, hier ist mein Make-Up noch eine Ausnahme, wobei ich aber hauptsächlich auch nur noch vegane (Natur-)Produkte nach kaufe. Lederwaren besitze ich noch und kaufe hier vor allem bei Taschen vegane Alternativen nach, sobald eine alte Handtasche ausgemistet wurde. Denn wenn es sich vermeiden lässt, muss kein Tier für mich leiden, nur damit ich mich damit schmücken kann.

Niemand ist perfekt, jeder soll auf jeden Fall das tun wovon er überzeugt und glücklich damit ist. Das Leben soll ein Genuss bleiben und lebbar sein – was man sich vornimmt soll auch für einen selbst machbar und vertretbar sein. Ich versuche einen bewussten Lebensstil ohne Verbote und doch mit Bedacht auf unsere Umgebung zu leben.

Eure Meinung dazu interessiert mich natürlich auch und ich freue mich über eure Nachrichten und Kommentare!

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3 Comments on Food and other stories…

  1. Nina
    17. April 2015 at 19:23 (3 years ago)

    Toller Beitrag! Bin komplett deiner Meinung und habe die selben Ansichten. Habe auch generell sehr wenig Fleisch gegessen und seit ca. 1 Jahr gar keins mehr. Für Milch und Käse habe ich für mich noch keine geeignete Alternative gefunden,will aber selber keine Verbote für mich selber machen, wenn ich damit nicht mehr glücklich sein kann.. Bei Kosmetik habe ich bisher noch nicht darauf geachtet, weil ich mir darüber bisher einfach keine Gedanken gemacht habe,aber da weiß ich ja, was als nächstes kommt :-)

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    • Ela - Nerds of Munch
      20. April 2015 at 8:36 (3 years ago)

      Liebe Nina, freut mich, dass dir der Artikel gefällt! Verbote machen meiner Meinung nach auch nicht viel Sinn, es ist auf jeden Fall wichtig, dass du glücklich bist :) FÜr mich ist es ohne Milchprodukte im Moment auch einfach nicht machbar, ohne dass ich mich dadurch zu sehr einschränke und eventuell dadurch dann einen Mangel an Nährstoffen riskiere, weil das dann sehr viel Planung erfordert. Danke, dass du deine Erfahrungen geteilt hast :)

      Reply
  2. Kathi
    14. May 2015 at 18:55 (2 years ago)

    Ganz toller Bericht von dir – auch die wissenschaftlichen Hintergründe interessieren mich immer ganz besonders. Ich versuche mich hauptsächlich vegan zu ernähren – unterwegs fällt mir das meistens sehr schwer und da ich nicht auf den Genuss verzichten möchte, wähle ich dann auch öfter mal eine vegetarische Alternative.
    Bei mir steht die Gesundheit im Vordergrund und seit ich mich vegan ernähre geht es mir viel besser und ich fühl mich vor allem fitter :)

    Liebe Grüße
    Kathi

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